Optionen · Grundlagen
Optionen als Einkommensquelle: Regelmäßig Prämien erzielen
Optionen können ein regelmäßiges Einkommen erzeugen – durch den Verkauf von Optionen und die dafür eingenommenen Prämien. Anders als beim klassischen Aktieninvestment bist du damit nicht allein auf steigende Kurse angewiesen. Auf dieser Seite erfährst du, wie Optionsprämien als Einkommen funktionieren, welche Strategien sich dafür eignen und welche Risiken du kennen solltest.
Was dich erwartet
Das Prinzip
Was bedeutet „Optionen als Einkommensquelle"?
Optionen als Einkommensquelle bedeutet: Du verkaufst Optionen an andere Marktteilnehmer und erhältst dafür eine Prämie. Diese Prämie wird dir sofort gutgeschrieben – unabhängig davon, wie sich der Kurs anschließend entwickelt. Wer regelmäßig Optionen verkauft, baut damit einen wiederkehrenden Geldstrom auf.
Das Prinzip dahinter ist einfach: Eine Option ist ein zeitlich begrenztes Recht. Der Käufer zahlt für dieses Recht eine Prämie. Der Verkäufer – auch Stillhalter genannt – nimmt diese Prämie ein. Viele Marktteilnehmer kaufen Optionen zur Absicherung oder Spekulation. Auf der anderen Seite dieses Geschäfts steht der Verkäufer, der für die Übernahme des Risikos bezahlt wird.
Claus Weibrecht beschreibt seine Rolle als Optionsverkäufer so:
Ich bin quasi ein Versicherungsunternehmen, das auf Aktien spezialisiert ist. Wie bei einer Versicherung gilt auch beim Optionshandel, dass in den meisten Fällen die Versicherung gar nicht benötigt wird.
— Claus Weibrecht, Autor von „Die Kunst des Optionshandels"
Genau dieser Versicherungsgedanke macht Optionen als Einkommensquelle interessant: Rund 80 Prozent der verkauften Optionen verfallen wertlos. Der Verkäufer darf die Prämie in diesen Fällen vollständig behalten. Das verschafft dem Optionsverkäufer einen statistischen Vorteil.
Wenn du zunächst die Grundlagen verstehen möchtest, findest du auf der Seite Was sind Optionen bald eine einfache Erklärung. Einen Gesamtüberblick bietet die Seite Optionshandel.
Der Ablauf
Wie verdient man mit Optionen ein regelmäßiges Einkommen?
Ein regelmäßiges Einkommen mit Optionen entsteht durch den wiederholten Verkauf von Optionen nach festen Regeln. Der Ablauf ist dabei immer gleich: Option verkaufen, Prämie einnehmen, Position nach klaren Kriterien pflegen – und im nächsten Zyklus von vorn beginnen. Aus vielen kleinen, planbaren Prämieneinnahmen wächst mit der Zeit ein beachtlicher Einkommensstrom.
Option verkaufen
Du verkaufst eine Option nach klaren Regeln an einen anderen Marktteilnehmer.
Prämie einnehmen
Die Prämie wird dir sofort gutgeschrieben – du wirst im Voraus bezahlt.
Position pflegen
Du prüfst die Position nach festen Kriterien – meist in wenigen Minuten.
Wiederholen
Im nächsten Zyklus beginnt der Ablauf von vorn – Woche für Woche.
Das Besondere daran: Die Prämie fließt sofort auf dein Konto. Du wirst also im Voraus für deine Strategie bezahlt. Der Broker erlaubt es sogar, die eingenommene Prämie direkt nach dem Verkauf vom Depot-Konto abzuheben.
Drei Eigenschaften machen dieses Einkommen so planbar:
- 1 Regelmäßigkeit: Optionsverkäufe lassen sich wöchentlich oder monatlich wiederholen. So entsteht ein fester Rhythmus – vergleichbar mit einem Gehaltseingang.
- 2 Unabhängigkeit von Kursanstiegen: Auch in Seitwärtsphasen, in denen ein reines Aktieninvestment „nichts verdient", fließen weiter Prämien.
- 3 Statistischer Vorteil: Da der Großteil der verkauften Optionen wertlos verfällt, behält der Verkäufer die Prämie in den meisten Fällen komplett.
Wichtig: Wie genau der Verkauf von Optionen abläuft, welche Optionen ausgewählt werden und wie eine Position gepflegt wird – das ist Inhalt einer vollständigen Handelsstrategie mit klaren Regeln. Genau diese Regeln vermittelt Claus Weibrecht in seinem Buch Die Kunst des Optionshandels und in den Seminaren der arcticbear academy.
Du willst wissen, wie die Strategie im Detail funktioniert?
Zum Optionshandel SeminarDer ungenutzte Ertrag
Die vier Einkommensströme einer Aktie
Eine Aktie kann bis zu vier Einkommensströme gleichzeitig liefern. Die meisten Anleger nutzen davon nur zwei – Kursgewinne und Dividenden. Wer zusätzlich Optionen auf seine Aktien verkauft, erschließt den mit Abstand größten Einkommensstrom: die Optionsprämien.
Die vier Einkommensströme einer Aktie – die Optionsprämien sind der größte und zugleich am seltensten genutzte Ertrag.
| Einkommensstrom | Typische Höhe pro Jahr | Nutzen die meisten Anleger? |
|---|---|---|
| 1. Kursgewinne | marktabhängig | Ja |
| 2. Dividenden | 1–2 % | Ja |
| 3. Zinsen aus Aktienleihe | 2–4 % | Selten |
| 4. Optionsprämien Größter Strom | 25–50 % | Nein |
Quelle: Workbook zur Covered Call Strategie, Claus Weibrecht / arcticbear academy
Claus Weibrecht vergleicht Anleger, die auf Optionsprämien verzichten, mit einem Immobilien-Investor, der eine vermietbare Eigentumswohnung kauft – und sie dann leer stehen lässt. Die Aktien liegen im Depot, aber der größte mögliche Ertrag bleibt ungenutzt.
Wie sich Optionsprämien im Vergleich zu Dividenden und anderen Ertragsquellen schlagen, liest du auf der Seite Optionen vs. andere Anlagen.
Die Werkzeuge
Welche Optionsstrategien eignen sich für ein regelmäßiges Einkommen?
Für den systematischen Aufbau eines Einkommens mit Optionen eignen sich vor allem Stillhalterstrategien – also Strategien, bei denen du auf der Verkäuferseite stehst und Prämien einnimmst. Bei der arcticbear academy stehen zwei Strategien im Mittelpunkt: die Covered Call Strategie und die Poor Man's Covered Call Strategie.
| Strategie | Grundlage | Kapitaleinsatz | Geeignet für |
|---|---|---|---|
| Covered Call Strategie | 100 Aktien + verkaufte Call-Option | Hoch | Einsteiger mit Kapital |
| Poor Man's Covered Call | LEAPS-Option + verkaufte Call-Option | Mittel | Einsteiger mit weniger Kapital |
| Wheel Strategie | Put-Verkauf + Covered Call | Hoch | Fortgeschrittene |
| Bull Put Spread | Zwei Put-Optionen | Gering | Fortgeschrittene, als Ergänzung |
Prämien verdienen mit Covered Calls
Die Covered Call Strategie gilt als der Klassiker unter den Einkommensstrategien. Du besitzt Aktien eines Unternehmens, von dem du langfristig überzeugt bist, und verkaufst regelmäßig Call-Optionen auf diese Aktien. Die Prämien fließen wiederkehrend auf dein Konto. Egal wie sich der Kurs entwickelt – über eine Seite kannst du dich immer freuen: Steigt die Aktie, verdienst du am Kurs und an der Option. Fällt sie, liefert die verkaufte Option trotzdem einen Cash-Gewinn und reduziert dein Risiko.
In den USA ist die Covered Call Strategie unter Investoren sehr populär, um ein monatliches und stabiles Einkommen zu erreichen. In Deutschland ist der Optionshandel dagegen noch deutlich weniger verbreitet – die Chance ist hier also noch weitgehend unentdeckt.
Die kostengünstige Alternative: Poor Man's Covered Call
Der Poor Man's Covered Call (PMCC) funktioniert nach demselben Prinzip, ersetzt die 100 Aktien aber durch eine langlaufende Option, einen sogenannten LEAPS. Das senkt den Kapitaleinsatz deutlich – und macht die Strategie auch für Anleger mit kleineren Depots zugänglich.
Welche Strategie besser zu dir passt, zeigt der direkte Vergleich: Covered Call vs. Poor Man's Covered Call. Einen Gesamtüberblick über weitere Ansätze bietet bald die Seite Optionsstrategien.
Lerne beide Strategien von Grund auf – im Seminar mit Claus Weibrecht.
Die Stärken
Welche Vorteile hat ein Einkommen aus Optionsprämien?
Ein Einkommen aus Optionsprämien hat gegenüber einem reinen Buy-and-hold-Investment mehrere klare Vorteile:
Du gewinnst auf einer Seite immer
Jede Woche gewinnst du entweder in der Aktie oder in der verkauften Option. Diese regelmäßige Bestätigung macht es psychologisch deutlich einfacher, auch schwache Börsenphasen durchzuhalten.
Dein Verlustrisiko sinkt mit jeder Prämie
Jede eingenommene Prämie reduziert dein maximales Verlustrisiko. Damit ist das Risiko sogar geringer als bei einem reinen Aktieninvestment.
Zinseszinseffekt durch Reinvestition
Die Prämien lassen sich reinvestieren. So wächst das Depot schneller – und die zusätzlichen Positionen erzeugen wiederum neue Prämien.
Davon kann man leben
Die laufenden Einnahmen ermöglichen es, Kosten zu decken, ohne das Depot „schlachten" zu müssen. Buy-and-hold bietet außer Dividenden keine laufende Einnahme.
Geringer Zeitaufwand
Das Trading lässt sich in rund 15 Minuten pro Woche erledigen. Optionen als Einkommensquelle sind damit kein neuer Beruf, sondern ein Mittel zum Zweck.
Schematische Darstellung: Reinvestierte Prämien lassen den Einkommensstrom über die Jahre wachsen.
Der Optionsmarkt wächst dabei rasant: Laut Cboe wurden 2024 über 12 Milliarden Optionskontrakte in den USA gehandelt – das fünfte Rekordjahr in Folge. Immer mehr Privatanleger entdecken Optionsstrategien als Einkommensquelle.
Quelle: Cboe Global Markets, 2025
Ehrliche Einordnung
Sind Optionen eine Quelle für passives Einkommen?
Nein – Optionen erzeugen kein vollständig passives Einkommen, aber ein regelmäßiges Einkommen mit sehr geringem Zeitaufwand. Diese Unterscheidung ist Claus Weibrecht wichtig. In seinem Buch nennt er die Vorstellung einer Rendite ganz ohne eigenen Aufwand das „Märchen vom passiven Einkommen":
Eine Geldanlage ganz ohne Aufwand gibt es nicht. [...] Unser Ziel ist also kein passives Einkommen, sondern eine Strategie, die nur wenig Zeit pro Woche benötigt.
— Claus Weibrecht, „Die Kunst des Optionshandels"
Was das in der Praxis bedeutet:
- Der aktive Aufwand liegt bei wenigen Minuten pro Woche – zu einem Zeitpunkt, den du selbst wählst.
- Wenn du einmal keine Zeit hast, lässt sich der Handel auch für ein paar Wochen aussetzen, zum Beispiel im Urlaub.
- Zu den Pflichten gehört, die eigene Investment-Idee regelmäßig zu prüfen und die Strategie bei Bedarf anzupassen.
Wer nach „Optionsstrategien für passives Einkommen" sucht, findet in regelbasierten Stillhalterstrategien also die realistischste Annäherung: planbare, wiederkehrende Einnahmen bei minimalem Zeiteinsatz – aber eben nicht null Aufwand.
Mehr zum Thema findest du bald auf den Seiten Passives Einkommen aufbauen sowie Optionen als Altersvorsorge.
Klartext
Welche Risiken hat ein Einkommen mit Optionen?
Auch Einkommensstrategien mit Optionen sind nicht risikofrei. Die drei wichtigsten Punkte:
Chance vs. Verantwortung: Planbare Prämien stehen der Verantwortung für Aktienauswahl und Wissensaufbau gegenüber.
Das Risiko liegt in der Aktie
Bei Stillhalterstrategien wie dem Covered Call liegt das Hauptrisiko nicht in der Option, sondern in der Aktie selbst. Dauerhafte Kursverluste können auch bei laufenden Prämieneinnahmen das Depot belasten. Es ist unwahrscheinlich, dass Prämieneinnahmen den Verlust einer stark fallenden Aktienposition vollständig ausgleichen. Deshalb ist die Auswahl der richtigen Aktien entscheidend – Claus Weibrecht nennt sie „goldene Aktien": Unternehmen mit stabilen Geschäftsmodellen, von denen man langfristig überzeugt ist.
Kein Weg, um schnell reich zu werden
Optionen als Einkommensquelle bedeuten einen bewussten Tausch: Du tauschst die Chance auf einen sehr hohen, aber unwahrscheinlichen Gewinn gegen eine planbare Prämieneinnahme. Ein Depot innerhalb weniger Wochen zu verdoppeln, kann diese Herangehensweise nicht leisten – und will es auch nicht.
Wissen ist Voraussetzung
Wer Optionen verkauft, sollte verstehen, was er tut: wie Optionen bewertet werden, was Strike-Preise sind und welche Rolle die Optionsgriechen spielen. Ohne dieses Fundament fehlt die Kontrolle über die eigene Position. Hinzu kommt: In Deutschland setzen Broker für den Handel mit Optionen ein Mindestalter von 21 Jahren voraus.
Eine ausführliche Übersicht aller Risiken findest du auf der Seite Optionshandel Risiko.
Selbsteinschätzung
Für wen eignen sich Optionen als Einkommensquelle?
Optionen als Einkommensquelle eignen sich für Anleger, die:
- ein regelmäßiges zweites Einkommen neben Beruf oder Selbstständigkeit aufbauen wollen
- bereit sind, dafür wenige Minuten pro Woche zu investieren
- langfristig denken und auf Qualitätsaktien setzen wollen
- planbare Einnahmen einem unwahrscheinlichen Maximalgewinn vorziehen
Weniger geeignet ist der Ansatz für Daytrader, Spekulanten oder alle, die den schnellen Nervenkitzel suchen. Die Strategien sind bewusst „langweilig" – genau das macht sie durchhaltbar. Wegen der wöchentlichen Auszahlungen eignen sie sich besonders gut, um den finanziellen Spielraum zu vergrößern, ein Fundament für die finanzielle Freiheit aufzubauen oder Kapital zu verrenten.
Dein Einstieg
Wie startest du mit Optionen als Einkommensquelle?
Der beste Start ist ein solides Fundament aus Wissen und klaren Regeln. Drei Schritte haben sich bewährt:
Grundlagen verstehen
Das Buch „Die Kunst des Optionshandels" von Claus Weibrecht erklärt die Covered Call Strategie so, dass auch Einsteiger ein solides Fundament aufbauen.
Strategie von Grund auf lernen
Im Covered Call Seminar und im Optionshandel Seminar vermittelt Claus Weibrecht die vollständige Strategie mit allen Regeln – inklusive Live-Trades, Community und laufender Unterstützung. Sein Wissen hat er bereits an mehr als 400 Teilnehmer weitergegeben.
Den passenden Broker wählen
Nicht jeder Anbieter ermöglicht den Verkauf von Optionen. Eine Übersicht bietet die Seite Broker für Optionshandel.
Häufige Fragen
Häufige Fragen zu Optionen als Einkommensquelle
Dein nächster Schritt
Baue dir dein regelmäßiges Einkommen mit Optionen auf
Mit klaren Regeln statt Bauchgefühl – lerne die vollständige Strategie direkt von Claus Weibrecht. Er meldet sich persönlich innerhalb von 24 Stunden bei dir und beantwortet deine Fragen.
Risikohinweis: Der Handel mit Optionen ist mit erheblichen Risiken verbunden. Ein Totalverlust des eingesetzten Kapitals ist möglich. Die Inhalte dieser Seite stellen keine Anlageberatung dar.