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Covered Call Strategie: Erfolgreich Prämien verdienen

Die Covered Call Strategie ist eine Optionsstrategie, mit der Anleger regelmäßig Prämien auf Aktien verdienen, die sie bereits besitzen. Sie gilt als eine der ältesten und am weitesten verbreiteten Einkommensstrategien im Optionshandel.

Wöchentliche Prämieneinnahmen
25–50 % Rendite p.a. angestrebt
< 15 Min. pro Woche
Grundlage

Was ist die Covered Call Strategie?

Die Covered Call Strategie kombiniert den Besitz von Aktien mit dem Verkauf einer Call-Option auf diese Aktien. Der Verkäufer der Option – also du als Investor – erhält dafür sofort eine Prämie. Diese Prämie gehört dir in jedem Fall, unabhängig davon, wie sich der Aktienkurs entwickelt.

Der Begriff „Covered" (dt. gedeckt) bedeutet, dass der verkaufte Call durch die tatsächlich vorhandenen Aktien im Depot abgesichert ist. Es handelt sich also um eine gedeckte Kaufoption – im Gegensatz zu einem nackten Call, bei dem keine Aktien als Absicherung vorhanden sind.

„Als Prämienverkäufer übernimmt man die Rolle einer Versicherung – in den meisten Fällen wird die Versicherung nicht benötigt, und man darf die Prämie behalten."

— Claus Weibrecht, arcticbear academy
Covered Call Strategie Infografik: Aktien im Depot + Call-Option verkauft = Prämieneinnahme
Motivation

Warum nutzen Trader die Covered Call Strategie?

Die Covered Call Strategie wird genutzt, weil sie ein regelmäßiges Cash-Einkommen auf Aktien erzeugt, die man ohnehin hält. Anstatt Aktien zu kaufen und auf Kurssteigerungen zu warten, verdienen Covered Call Investoren jede Woche eine Prämie – zusätzlich zu möglichen Kursgewinnen und Dividenden.

„Viele Investoren geben sich mit zwei Einkommensströmen einer Aktie zufrieden. Das ist, als würde jemand eine Eigentumswohnung kaufen und sie dann leerstehen lassen, anstatt sie zu vermieten."

— Claus Weibrecht, arcticbear academy

Die vier möglichen Einkommensströme einer Aktie im Überblick:

Einkommensstrom Jährliche Rendite (ca.)
Kurssteigerungen 7–8 % p.a.
Dividenden 1–2 % p.a.
Zinsen aus Aktienleihe 2–4 % p.a.
Optionsprämien Covered Call 25–50 % p.a.

Quelle: Claus Weibrecht, „Die Kunst des Optionshandels", arcticbear academy

Die Covered Call Strategie erschließt alle vier Einkommensströme gleichzeitig – und ist damit die vollständigste Form des Aktieninvestments.

Stärken der Strategie

Welche Vorteile hat die Covered Call Strategie?

Die Covered Call Strategie hat klare Vorteile, die sie besonders für langfristig orientierte Anleger interessant machen.

Regelmäßiges Cash-Einkommen
Prämieneinnahmen werden sofort gutgeschrieben – wöchentlich, nicht nur als Buchgewinn.
Geringeres Risiko
Jede eingenommene Prämie senkt das maximale Verlustrisiko der Aktienposition spürbar.
Hohe Trefferwahrscheinlichkeit
Rund 80 % aller Optionen verfallen wertlos – als Verkäufer arbeitet die Statistik für dich.
Wenig Zeitaufwand
Die Pflege der Strategie erfordert laut Claus Weibrecht nicht mehr als 10–15 Minuten pro Woche.
Psychologisch durchhaltbar
Fast jeder Trade bringt eine Prämie – das hält die Motivation auch in schwächeren Marktphasen hoch.
Einfaches Regelwerk
Keine tiefe Fundamental-, Markt- oder Charttechnik notwendig. Klare Regeln für klare Entscheidungen.
Covered Call Strategie – Vorteile im Überblick

„Jede Woche gewinnst du entweder in der Aktie oder im Short-Call. Damit hast du jede Woche eine Bestätigung und hältst auch eine schwache Börsenphase einfacher durch."

— Claus Weibrecht, arcticbear academy
Das große Bild

Was ist das Ziel der Covered Call Strategie?

Das Ziel der Covered Call Strategie ist der Aufbau eines regelmäßigen Cash-Einkommens aus dem eigenen Aktiendepot. Dieses Einkommen kann genutzt werden, um laufende Kosten zu decken, Kapital zu reinvestieren oder schrittweise finanzielle Unabhängigkeit aufzubauen.

Claus Weibrecht entwickelte die Strategie mit dem Ziel, ein zweites Einkommen aufzubauen, das nur wenige Minuten pro Woche benötigt – und das mit geringerem Risiko als ein reines Aktieninvestment auskommt. Ende 2021 hatte er nach eigenen Angaben mit der Strategie mehr als zwei Millionen Euro verdient.

Die Covered Call Strategie ist kein Weg, um schnell reich zu werden. Sie tauscht die Chance auf extreme Kursgewinne gegen verlässliche, regelmäßige Prämieneinnahmen.

Zielgruppe

Für wen ist die Covered Call Strategie geeignet?

Die Strategie eignet sich für Anleger, die:

  • bereits Aktien besitzen oder bereit sind, mindestens 100 Stück einer geeigneten Aktie zu kaufen
  • ein regelmäßiges Einkommen aus ihrem Depot aufbauen möchten
  • keine spekulativen Strategien mit hohem Nervenkitzel suchen
  • eine Strategie suchen, die auch mit wenig Zeitaufwand funktioniert
  • langfristig Vermögen aufbauen und dabei von der Statistik der Optionsmärkte profitieren wollen

Nicht geeignet für:

  • Daytrader oder Spekulanten, die auf schnelle, hohe Gewinne setzen
  • Anleger, die nicht bereit sind, das Risiko einer fallenden Aktie zu tragen
  • Personen unter 21 Jahren (Broker-Mindestalter für Derivate in Deutschland)
Der wichtigste Schritt

Welche Aktien eignen sich für die Covered Call Strategie?

Die Aktienauswahl ist der wichtigste Schritt bei der Covered Call Strategie. Das größte Risiko der Strategie liegt in der Aktie – nicht in der Option.

Claus Weibrecht spricht in diesem Zusammenhang von „goldenen Aktien": Unternehmen, die stabil sind, langfristig wachsen und auch in Krisenzeiten ihre Ertragskraft bewiesen haben.

Merkmale einer geeigneten Aktie nach Claus Weibrecht:

  • Das Unternehmen hat in Krisen seine Ertragskraft bewiesen
  • Das Unternehmen ist Marktführer in einem wachsenden Segment
  • Die Produkte oder Dienstleistungen sind schwer zu ersetzen (hohe Kundenbindung)
  • Es gibt einen liquiden, wöchentlichen Optionshandel für die Aktie
  • Die Optionsprämien sind attraktiv genug für die Strategie

„Die Covered Call Strategie hat selbst bereits eine großartige Rendite-Erwartung. Wir brauchen also keine Chancen-Aktien oder spekulative Titel ins Depot nehmen."

— Claus Weibrecht, arcticbear academy

Mehr zu den Kriterien, wie man geeignete Aktien auswählt, findest du im Buch „Die Kunst des Optionshandels" von Claus Weibrecht.

Strategische Einordnung

Covered Call Strategie in steigenden, seitwärts laufenden und fallenden Märkten

Die Covered Call Strategie funktioniert in verschiedenen Marktphasen – aber nicht gleich gut in allen.

Seitwärtsmarkt
Optionsprämie wird vollständig behalten – ideale Ausgangslage für Covered Call Investoren.
Idealbedingung
Steigender Markt
Prämie + begrenzter Kursgewinn bis zum Strike-Preis werden realisiert.
Solide
Fallender Markt
Prämie mindert den Verlust, gleicht ihn aber selten vollständig aus.
Abgefedert

Im Seitwärtsmarkt zeigt die Covered Call Strategie ihre volle Stärke: Andere Anleger verdienen in dieser Phase nichts – Covered Call Investoren nehmen weiterhin wöchentlich Prämien ein.

Realistische Einschätzung

Was kann die Covered Call Strategie nicht?

Die Covered Call Strategie ist kein Allheilmittel. Wer die Strategie realistisch einschätzen möchte, sollte diese Grenzen kennen:

  • Kursverluste einer fallenden Aktie vollständig ausgleichen
  • In einem schnellen V-förmigen Kursanstieg den vollen Kursgewinn mitnehmen (der Gewinn ist durch den Strike-Preis begrenzt)
  • Extreme Renditen in kurzer Zeit generieren
  • Als Ersatz für eine breite Finanzplanung dienen

„Die Strategie ist verhältnismäßig langweilig."

— Claus Weibrecht – und das ist für ihn ein entscheidender Vorteil: Sie lässt sich auch in Stressphasen verlässlich durchhalten.
Einordnung

Covered Call Strategie im Vergleich zu anderen Ansätzen

Die Covered Call Strategie ist nicht die einzige Möglichkeit, mit Optionen ein Einkommen aufzubauen. Bei arcticbear.academy stehen drei eng verwandte Strategien im Mittelpunkt:

Strategie Grundlage Kapitaleinsatz Risiko Zeitaufwand
Covered Call Strategie 100 Aktien + Short Call Hoch Liegt in der Aktie Sehr gering
Poor Man's Covered Call LEAPS + Short Call Mittel Liegt im LEAPS Sehr gering
Bull Put Spread Zwei Put-Optionen Gering Begrenzt, definiert Gering

Die Covered Call Strategie ist der klassische Einstieg. Die Poor Man's Covered Call Strategie (PMCC) ist eine kapitaleffizientere Variante, die auf einem LEAPS statt auf 100 Aktien aufbaut. Wer beide Strategien kennt, kann gezielt entscheiden, welche besser zur eigenen Situation passt.

Covered Call vs. Poor Man's Covered Call im Detail vergleichen →
Nächste Schritte

So lernst du die Covered Call Strategie

Die Covered Call Strategie lässt sich strukturiert erlernen. Claus Weibrecht bietet dafür verschiedene Wege:

Das Buch
„Die Kunst des Optionshandels" – das Grundlagenwerk zur Covered Call Strategie von Claus Weibrecht.
Buch entdecken →
Das Seminar
Zweitägiges Präsenzseminar inkl. Live-Trading. Direkt lernen, wie die Strategie in der Praxis funktioniert.
Zum Seminar →
Die Grundlagen
Noch keine Erfahrung mit Optionen? Hier findest du den strukturierten Einstieg in den Optionshandel.
Zu den Grundlagen →
Häufige Fragen

FAQs zur Covered Call Strategie

Ein Covered Call ist die Kombination aus dem Besitz von mindestens 100 Aktien und dem gleichzeitigen Verkauf einer Call-Option auf diese Aktien. Der Investor erhält dafür eine Prämie. Der Begriff „Covered" bedeutet, dass der Call durch die vorhandenen Aktien gedeckt ist.
Nach Angaben von Claus Weibrecht liegt die Zielrendite der Covered Call Strategie zwischen 25 % und über 50 % pro Jahr – abhängig davon, ob der Aktienkurs seitwärts läuft oder steigt. Die Prämieneinnahmen allein liegen bei ca. 0,5 % pro Woche. Zusätzlich kommen Kursgewinne, Dividenden und ggf. Erträge aus der Aktienleihe hinzu.
Für die klassische Covered Call Strategie brauchst du mindestens 100 Aktien eines Unternehmens. Je nach Aktienkurs bedeutet das ein Startkapital ab mehreren tausend Euro. Wer mit weniger Kapital starten möchte, kann die Poor Man's Covered Call Strategie als Alternative prüfen – sie nutzt statt 100 Aktien eine LEAPS-Option als Basis.
Nein. Die Covered Call Strategie ist so aufgebaut, dass sie mit einem klar definierten wöchentlichen Zeitfenster auskommt. Claus Weibrecht gibt für die Pflege der Strategie weniger als 15 Minuten pro Woche an.
Ja. Der Optionshandel ist an regulierten Börsen vollständig legal. Er unterliegt in Deutschland den Regeln der jeweiligen Broker und des Wertpapierrechts. Broker setzen für den Optionshandel in der Regel bestimmte Mindestanforderungen voraus (z. B. Mindestalter 21 Jahre, Optionshandelsgenehmigung). Eine Übersicht geeigneter Anbieter findest du auf der Seite Broker für Optionshandel.
Die Wheel Strategie erweitert den Covered Call um einen vorgelagerten Schritt: den Verkauf eines Cash-Secured Puts. Ziel ist es, die Aktien erst durch den Put zu einem gewünschten Preis zu kaufen und dann den Covered Call zu starten. Die Covered Call Strategie beginnt direkt mit dem Aktienbesitz.
Ja. Die Covered Call Strategie kann grundsätzlich auch mit ETFs umgesetzt werden. Dabei sinken in der Regel sowohl die Prämien als auch das individuelle Aktienrisiko. Voraussetzung ist, dass für den gewählten ETF ein liquider Optionsmarkt existiert.
„Gedeckte Kaufoption" ist die deutsche Bezeichnung für Covered Call. Beides beschreibt dieselbe Strategie: den Verkauf einer Call-Option, die durch den tatsächlichen Besitz der Aktien abgesichert ist.
Fazit

Was die Covered Call Strategie leistet

Die Covered Call Strategie ist eine bewährte Methode, um aus einem Aktiendepot ein regelmäßiges Einkommen zu generieren. Sie bietet statistisch hohe Erfolgschancen, erfordert wenig Zeit und lässt sich mit klaren Regeln dauerhaft umsetzen – für Anleger, die verlässlich und systematisch Prämien verdienen möchten.

Risikohinweis: Der Handel mit Optionen ist mit erheblichen Risiken verbunden. Ein Totalverlust des eingesetzten Kapitals ist möglich. Die Inhalte dieser Seite stellen keine Anlageberatung dar.